Mine-ex

Entstehung

Die Stiftung mine-ex ist 1995 als Projekt im Rotary Club Burgdorf entstanden. Auslöser waren die Erfahrungen, die Rotarier Hans Stirnemann als Prof. Dr. med. der Chirurgie in IKRK-Spitälern in Thailand, Pakistan und Sudan mit Opfern von Antipersonen-Minen gemacht hatte.

Weitere Gründungsmitglieder waren Walter Limacher und Dr. Hannes W. Lüthi.

Im Jahr 2000 wurde das Projekt durch Beschluss des Governorrats in eine Stiftung nach schweizerischem Recht umgewandelt.

Rotary-Mitglieder arbeiten ehrenamtlich, das IKRK sorgt dafür, dass die von mine-ex gesammelten Beträge in vollem Umfang und ohne Kürzung in Krisengebiete weiter fliessen.

Engagement

  • mine-ex stellt dem IKRK für seine Arbeit zugunsten von Minenopfern jährlich rund CHF 800‘000.– zur Verfügung
  • damit ist mine-ex der grösste private Geldgeber des IKRK
  • bisher konnten dem IKRK rund CHF 14 Mio. überwiesen werden
  • Rotary stellt dem IKRK aktive ehrenamtliche Mitarbeit zur Verfügung

Der Fokus liegt auf den Ländern Kambodscha (seit 1995) und Afghanistan (seit 2009).

Fakten zu Kambodscha

  • ca. 15 Mio. Einwohner
  • ca. 36‘000 Amputierte
  • davon brauchen 4‘000 jährlich Ersatzprothesen
  • 154 Opfer im Jahr 2014
  • Fläche: 180‘000 km2
  • verminte Fläche: 560 km2
  • Minenräumung pro Jahr: ca. 18 km2, gesamte Entminung dauert noch viele Jahre

In Zusammenarbeit mit dem IKRK werden in Kambodscha Prothesenmacher ausgebildet, eine Fabrik für Prothesen Komponenten unterhalten und nach neuen, einfachen Mitteln für die Erleichterung des Alltags gesucht.

Fakten zu Afghanistan

  • ca. 32 Mio. Einwohner
  • ca. 1,2 Mio. Kriegsversehrte
  • ca. 42‘000 Amputierte
  • davon brauchen 17‘000 jährlich Ersatzprothesen
  • 1‘084 Opfer im Jahr 2013
  • 100‘000 Prothesen und 180‘000 Orthesen wurden hergestellt
  • Heimunterricht für 209 Schwerbehinderte erteilt

In Zusammenarbeit mit dem IKRK werden in Afghanistan sieben orthopädische Versorgungszentren geführt. Ziel ist eine bessere soziale Integration.